Green-IT: Sammlung und Recycling von Elektronikschrott verbessern

Auch dieses Jahr haben die Veranstalter unter anderem den Aspekt „Green IT“ zu einem Schwerpunkt der CeBIT 2012 gemacht. Bei dem Thema „Green IT“ geht es uns aber nicht allein um den Aspekt, dass Computer, Drucker und andere Geräte der Informations- und Telekommunikationstechnologien energiesparend sind. Sondern wichtig ist auch, wie diese Geräte produziert und verschrottet werden und wie dabei Abfall vermieden werden kann.

Auch dieses Jahr haben die Veranstalter unter anderem den  Aspekt „Green IT“ zu einem Schwerpunkt der CeBIT 2012 gemacht. Bei dem Thema „Green IT“ geht es uns aber nicht allein um den Aspekt, dass Computer, Drucker und andere Geräte der Informations- und Telekommunikationstechnologien energiesparend sind. Sondern wichtig ist auch, wie diese Geräte produziert und verschrottet werden und wie dabei Abfall vermieden werden kann.

In Deutschland werden jedes Jahr knapp 30 Millionen Handys verkauft. Aber nur wenige alte oder kaputte Handys kommen zurück zu den Händlern, damit sie repariert oder recycelt werden können. Stattdessen landen sie oftmals Restmülltonnen oder in den Ländern des Südens. Ähnlich sieht es bei Laptops und Tablet-PCs aus.

Dabei gehen auch wertvolle Rohstoffe verloren. Grund sind unter anderem fehlende Möglichkeiten für Verbraucherinnen und Verbraucher, diese Geräte unkompliziert in eine ordnungsgemäße Verwertung zu geben. Wir wollen das verbessern und bringen deshalb diese Woche einen Antrag in den Bundestag ein.

Unsere Ziele sind,

  1. die Weiterverwendung von Altgeräten,
  2. die Sammlung defekter Geräte und
  3. das Recycling deutlich zu verbessern.

Die geplante Wertstofftonne ist dafür nicht ausreichend, weil hier zum Beispiel Mobiltelefone schon in der Presse der Müllwagen so zerstört werden können, dass sie zum Recycling unbrauchbar sind. Zudem können die Elektronikgeräte die anderen Wertstoffe mit Schwermetallen und Flammschutzmitteln belasten.

Wir wollen so die illegalen Export in Entwicklungs- und Schwellenländer unterbinden. Denn dort wird in der Regel wenig effektives Recycling betrieben, das aber schwerste Umweltschäden sowie Gesundheitsschäden insbesondere für Kinder und Jugendliche verursacht.

Um die Sammlung und das Recycling von Elekronikschrott zu verbessern, muss sich schon die Produktion verändern. Geräte müssen so designt werden, dass sie einfacher zu reparieren oder Teile davon recycelt werden können. Außerdem sollen Hersteller fünf Jahre lang Ersatzteile für Ihre Geräte vorrätig halten.

Deshalb soll auch die gesetzliche Gewährleistung für IKT-Geräte verlängert werden, weil die Hersteller dann einen Anreiz haben, ihre Geräte so zu gestalten, dass sie lange halten oder besser repariert werden können.

Unsere wichtigsten Forderungen sind außerdem, dass

  • es eine Rücknahmepflicht des Handels für Elektrokleingeräte eingeführt wird. Ausgenommen sollen kleine Händler sein, um diese nicht zu überfordern.
  • ein Pfandsystem für Handys, dass zusammen mit der Handel und Industrie entwickelt werden soll. Dadurch wollen wir die Rücklaufquoten von IKT-Geräten in einem ersten Schritt verbessern.

Mit diesen und weiteren Forderungen soll versucht werden, den Müllberg an IKT-Altgeräten kleiner werden zu lassen und wertvolle Rohstoffe zurück zu gewinnen.

Der komplette Antrag ist hier zu finden.

1 Comment

  1. M.Wessel

    Der Gedanke, ein Pfand auf Handys zu erheben ist einen Versuch wert, die Frage ist,ob 10 Euro ausreichen.

    Natürlich muss der Bürger endlich kapieren, dass Batterien, Handys und Energiesparbirnen nicht in den Hausmüll gehören, aber die Hersteller müssen es auch vormachen, damit das was wird.

    Eine einfachere Reparaturmöglichkeit ist nicht schlecht aber wenn ich die Diskussion richtig verfolgt habe, kauft sich der Deutsche alle 1-2 Jahre ein neues Handy nicht, weil es defekt ist.

    Der hier erwähnte Ansatz, den illegalen Export in Entwicklungs- und Schwellenländer zu unterbinden, halte ich für wesentlich.

    100.000 Tonnen Elektroschrott werden nach Schätzungen der Vereinten Nationen jährlich illegal aus Deutschland nach Afrika verschifft.
    Hier müssen unbedingt bessere Kontrollen her!

    http://www.recyclingnews.info/zahl.php?zid=42

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