Politik als öffentlich-rechtlicher Programmgestalter?

Am morgigen 9.6.2011 findet auf Einladung der Henrich-Böll-Stiftung eine interessante Veranstaltung mit dem Titel „Subtil 21. Politik als öffentlich-rechtlicher Programmgestalter?“ statt. Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Demokratie heute“ von 19:30 bis 21:30 in den Räumlichkeiten der Stiftung in der Schumannstr. 8 statt.

Am morgigen 9.6.2011 findet auf Einladung der Henrich-Böll-Stiftung eine interessante Veranstaltung mit dem Titel „Subtil 21. Politik als öffentlich-rechtlicher Programmgestalter?“ statt. Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Demokratie heute“ von 19:30 bis 21:30 in den Räumlichkeiten der Stiftung in der Schumannstr. 8 statt.

In der Einladung zur Veranstaltung heißt es:

„Das subventionierte Rundfunksystem steht in der Kritik. Unlängst ätzte der Philosoph Jürgen Habermas über den „Meinungsbrei“ in den Talkshows, „der dem letzten Zuschauer die Hoffnung nimmt, es könne bei politischen Themen noch Gründe geben, die zählen.“ Das selbst ernannte Qualitätsfernsehen gilt immer weniger Menschen als Leitmedium, wenn sie sich über politische Themen umfassend informieren möchten.

Vor allem aber wirft man den Programmverantwortlichen vor, die ca. 8 Milliarden Euro Gebührengelder nicht immer sinn- und maßvoll einzusetzen: So wurde die Parallelübertragung der britischen Prinzenhochzeit ebenso moniert wie die teuren Übertragungsrechte der UEFA-Champions League, für die das ZDF jährlich 50 Millionen Euro berappen muss. Hier vermisste man die Kontrollfunktion der Rundfunkräte, die ihre Rolle nur allzu gerne als Gegenmacht begreifen.

Stattdessen entwickeln sich die Gremien immer mehr zu einem direkten Scharnier zwischen Politik und Journalismus. Die Absetzung des ZDF-Chefredakteurs Nikolaus Brender und der Wechsel von Steffen Seibert auf den Posten des Regierungssprechers sind nur die jüngsten Fälle, in denen der parteipolitische Einfluss in den Sendeanstalten offenkundig wird. Wie soll unter solchen Voraussetzungen journalistische Unabhängigkeit gedeihen? Welche neuen Formate könnten dazu beitragen, jüngere und netz-affine Zielgruppen zu interessieren? Und wie stellen wir uns das Fernsehen von morgen vor?“

Auf dem Podium sitzen:

  • Hans J. Kleinsteuber, Politologe und Medienwissenschaftler
  • Cem Özdemir, Bundesvorsitzender der Grünen, Mitglied ZDF Fernsehrat
  • Tabea Rössner, MdB, medienpolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion
  • Elmar Theveßen,stellvertr. Chefredakteur ZDF, Leiter Hauptredaktion Aktuelles
  • Frank Werneke, Bundesfachbereichsleiter Medien/Kunst/Industrie, ver.di, Mitglied ZDF Fernsehrat

Moderation: Oliver Passek, Sprecher der BAG Medien- u. Netzpolitik der Grünen, Mitglied ZDF Fernsehrat

Um Anmeldung wird gebeten.

1 Comment

  1. Micha

    ich nehme mal an Schumannstr. 8 in Berlin?

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