Liquide Demokratie vs. gleichberechtigte Teilhabe – Wie kontrovers sind Grüne und Piraten wirklich?

Am heutigen Dienstag, 28. August 2012, findet ab 19.00 Uhr in den Räumen der Berliner Herinrich-Böll-Stiftung (Schumannstraße 8, 10117 Berlin) eine interessante Veranstaltung hin, auf die wir alle Kurzentschlossenen an dieser Stelle noch hinweisen möchten.

Am heutigen Dienstag, 28. August 2012, findet ab 19.00 Uhr in den Räumen der Berliner Herinrich-Böll-Stiftung (Schumannstraße 8, 10117 Berlin) eine interessante Veranstaltung hin, auf die wir alle Kurzentschlossenen an dieser Stelle noch hinweisen möchten.

StreitWert – Politik im Dialog
Liquide Demokratie versus gleichberechtigte Teilhabe
Wie kontrovers sind Grüne und Piraten wirklich?

Es diskutieren:

  • Dimitra Kostimpas, Grüne Jugend
  • Bernd Schlömer, Bundesvorstand Piratenpartei
  • Malte Spitz, Bundesvorstand B90/Die Grünen
  • Julia Schramm, Bundesvorstand Piratenpartei und „Kegelclub“
  • Jasmin Siri, Institut für Soziologie, Universität München
  • Daniel Reichert, Liquid Democracy e. V.

Aus der Enladung:

Die Piraten erfinden neue Begriffe und Beteiligungsformen, nennen es liquid Democracy und Equalismus, vertreten Polyamorie und postgender und die Quote für Aufsichtsräte, aber nicht in ihrer Partei. Sie bezeichnen sich lieber als Eichhörnchen denn als Frauen und Männer und  ihren feministisch-geschlechterpolitischen Diskussionskreis als  „Kegelclub“. In einer AG Männer sind auch Maskulinisten aktiv und in ihrer Semantik kehren sie zurück zur traditionellen Männersprache. In den letzten Monaten haben sie in der gesamten Republik Wahlerfolge erzielt und die anderen Parteien alt aussehen lassen.

Dagegen setzen die Grünen auf gleichberechtigte Teilhabe, Gender Mainstreaming und  Frauenquoten, auch in der eigenen Partei. Sie kämpfen für die völlige Gleichstellung hetero- und homosexueller Partnerschaften, leisten sich einen Frauenrat und ein pro-feministisches Männermanifest, organisieren „Geschlechtergipfel“ und vertreten (Geschlechter-) Gerechtigkeit.  Doch in Programm und Stellungnahmen fehlt auch bei ihnen die  Geschlechterperspektive, wenn es um „harte“ Politikfelder geht.

Zur Diskussion steht, welche  Konzepte aus emanzipativer Geschlechterperspektive zukunftsweisender sind. Wie anders sind die Piraten wirklich? Wo liegen die Unterschiede zwischen den beiden Parteien, wenn es um Strukturveränderungen geht? Wie und womit sind verkrusteten Strukturen und Politikansätze am Ehesten aufzubrechen? Und: (Was) können die Piraten von den Grünen lernen – und umgekehrt?

Die Moderation übernimmt Susanne Lang (der Freitag). Auf den Seiten des Gunda-Werner-Instituts wird ein Livestream eingerichtet.