Schnelle Internetanschlüsse: Werbung und Wirklichkeit gehen weit auseinander

Eine Studie der Bundesnetzagentur zeigt: Die Provider werben oftmals mit höheren Geschwindigkeiten, als tatsächlich erreicht werden. Nur jeder fünfte User surft mit der versprochenen Geschwindigkeit. Es wird Zeit für mehr Transparenz in den Angeboten vor Vertragsabschluss - und den Universaldienst.

Die Studie der Bundesnetzagentur (hier als .pdf Datei) zeigt eindeutig, dass Anspruch und Wirklichkeit beim Breitbandausbau in Deutschland weit auseinanderklaffen. Vielerorts müssen die Verbraucher nur mit einem Bruchteil der Geschwindigkeit surfen, die ihnen eigentlich von den Anbietern versprochen wurden. Wir brauchen keine Fantasiezahlen der Provider, sondern mehr Transparenz, wie hoch die Mindestbandbreite vor Ort tatsächlich ist. Für die Verbraucher sind die Angebote immer noch schwer zu durchschauen, zu schnell fällt man auf die hohen ,,bis zu…“-Versprechen der Anbieter rein, um dann viel Geld für wenig Leistung zu bezahlen.

Es fällt auch auf, dass gerade im ländlichen Raum eine starke Diskrepanz zwischen Versprochenem und Realität herrscht. Die Versorgung mit schnellem Internet kommt schon jetzt nur schleppend voran. Was die Endkunden dann als Breitband verkauft kriegen, verdient dann oft nicht diesen Namen. Wir fordern deshalb dringend eine Universaldienstverpflichtung für schnelles Internet (unser Konzept dazu hier). Wir wollen auf diesem Weg jedem Haushalt einen Breitbandanschluss von mindestens sechs Mbit/m ermöglichen, der vertraglich garantiert ist. Der Universaldienst soll über einen Unternehmensfonds finanziert werden.